Wie viel sollte ein Verlobungsring kosten?

Wenn ein Heiratsantrag geplant wird, stellt sich natürlich für viele Männer die Frage, wie viel ein Verlobungsring eigentlich kostet. Nach oben hin sind hier natürlich keine Grenzen gesetzt, jedoch müssen die Kosten für einen Verlobungsring auch in das persönliche Budget passen. Verbindliche Preise können hier schlecht genannt werden. Um jedoch das richtige Gefühl für das persönliche Budget zu erhalten, müssen nur einige Punkte beachtet werden.

Das eigene Monatsgehalt als Richtlinie

Wer sein persönliches Budget für den Kauf eines Rings ermitteln möchte, kann als Richtlinie das eigene Monatsgehalt nutzen. Die Hälfte des monatlichen Nettogehalts sollte mindestens ausgegeben werden. Wird über Ersparnisse verfügt, kann auch ein ganzes monatliches Nettogehalt als Budget genutzt werden. Eine Verlobung ist schließlich etwas ganz besonderes, an der nicht gespart werden sollte. Ein Ring stellt in dem Sinne sogar eine Investition auf Lebenszeit dar. Einmalige Kosten beim Kauf sind da natürlich schnell vergessen.

Da vom Heiratsantrag bis zur Hochzeit ein Jahr vergeht und die meisten Paare immer noch gesonderte Eheringe anschaffen, muss der Mann keine Unsummen für den Ring zur Verlobung ausgehen. Eine Faustregel empfiehlt ein halbes bis ganzes Nettogehalt, in anderen Ländern (zum Beispiel in den USA) geben Männer auch drei Gehälter für den Ring aus. Das hängt damit zusammen, dass die Amerikaner vielfach schlichtere Eheringe tragen, die Frau kombiniert dann beide Ringe. Der Preis spielt sicher eine Rolle, denn eine gewordene Braut zeigt den Ring stolz im Familien- und Freundeskreis vor, wo man ihn begutachten und kommentieren wird. Dass aber ein besonders teurer Ring mit einem sehr großen Stein ein Garant für eine lang andauernde Liebe ist, gehört in den Bereich der Mythen. Untersuchungen aus den USA belegen sogar das Gegenteil: Bei einer Stichprobenerhebung unter einigen Hundert noch vermählten oder schon wieder geschiedenen Paaren ergab sich, dass die Ehe im Schnitt umso länger hielt, je kleiner (beziehungsweise angemessener) der Ring ausgefallen war. Das ist nur eine Studie, die nicht unbedingt repräsentativ sein muss, jedoch weist sie uns subtil darauf hin, dass allzu großer Protz nicht zwingend von allzu großer Liebe zeugt.

Daher sollte auch nicht zu viel Geld für dieses besondere Schmuckstück ausgegeben werden. Die Faustregel "Monatsgehalt" dient hier zur Sicherheit und gute Orientierung. Ob sich die Partnerin mit dem gewählten Ring zufrieden gibt, hängt natürlich von ihr selber ab. Hier sollte der Mann natürlich auch genau wissen, was sich seine Angebetete persönlich wünscht. Und hier geben die Frauen in der Regel genügend Hinweise, auf welche die Männer nur zu achten brauchen.

Wie viel geben Frauen für einen Antragsring aus?

Interessant zu wissen ist natürlich auch, was eigentlich eine Frau für den Ring ausgeben würde. Da Frauen nur in den seltensten Fällen selber einen Antrag machen, liegt hier natürlich nur eine Schätzung zugrunde. In der Regel bewegen sich aber auch die Frauen im üblichen Rahmen, dem des Monatsgehalt.

Welches Material passt in das persönliche Budget?

Auch hier bewegen sich die Kosten in unterschiedlichem Rahmen. Sehr beliebt sind Ringe aus weißen Edelmetallen (z. B. Silber, Platin oder Weißgold). Platin und Weißgold sind härter als Silber, daher auch robuster und langlebiger. Der klassische Edelstein eines Antragsring ist und bleibt zudem der Diamant. Im Trend liegen mittlerweile aber auch blaue Saphire oder Modelle aus Roségold.